Die Colli Euganei bilden eine isoliert in der venetischen Ebene situierte Hügelgruppe.
Gleich auf welche Weise man im Veneto anlangt – ob über die Autobahn, mit dem Flugzeug oder auf dem Seeweg – kann man ihr charakteristisches Profil bereits aus der Weite betrachten.
Reben- und Olivenkulturen wurden hier bereits in der Antike gepflegt, da eine besondere Bodenbeschaffenheit und das milde, im südlichen Abschnitt ausgesprochen mediterran geprägte Klima wahrlich Idealbedingungen bieten – so findet man unter den spontanwüchsigen Pflanzen verschiedene Orchideenarten, Ginster und sogar eine autochthone Kaktusfeigen-Varietät.
Geomorphochronologisch ist die Bildung des Hügelreliefs auf submarine Vulkanausbrüche vor etwa 30 Millionen Jahren zurückzuführen, als das Meer noch die Gesamtfläche der Poebene bedeckte.
Im wesentlichen kann man die Hügelformationen vulkanischen Ursprungs in zwei Typologien unterscheiden:
- Während submariner Eruptionen ausgetretene, an der Erdoberfläche erstarrte und bis 600 m hohe konusförmige Lavaakkumulationen mit charakteristisch steilem Hangprofil.
- Kalkhügel, die sich formierten, als das Magma den Meeresgrund aufwarf, doch nicht bis auf die Erdoberfläche drang (Plutonismus), wodurch sie niedriger blieben und sanftere Konturen zeigen.
So wird verständlich, dass die Bodentypologien der beiden Hügelformationen wesentliche Unterschiede aufweisen: Zum einen lockerere, durch die Verwitterung des Ergußgesteins gebildete Erden, meist von üppiger Vegetation bedeckt; zum anderen von Mergel und Kalksplittern übersäte trockene und kahle Oberflächenböden.
Dieser Abwechslungsreichtum bietet die Chance, die verschiedenen Rebsorten optimal den jeweiligen sortentypischen Ansprüchen gemäß zu kultivieren.
Eine Opportunität, die Vignalta seit der Gründung zielgerecht auszuschöpfen beabsichtigte und anfänglich empiristisch, doch in der Folge mit wissenschaftlichen Mitteln umgesetzt hat: geologische Karten, Blattanalysen der Reben und Analysen der Weinproduktionen.
Diese Recherchen führten zur Aufwertung der verschiedenen Crus, unter welchen sich insbesonders der Weinberg von Monte Gemola auszeichnet.
Hinsichtlich der Anlage von Weinbergen mit hohen Pflanzdichten (von welchen heute circa 55 Hektar produktiv sind) dürfen wir uns in der Colli Euganei-Zone stolz als Pioniere bezeichnen.
Seit 1994 erfolgt die Vinifizierung auf Vignalta in einer neuen, zur Gänze in den Felsen gehauenen Kellerei in Arquà Petrarca, die eine optimale Reifung der in Eichenfässern ausgebauten Weine gewährleistet.
Vignalta wurde 1980 gegründet.
Die derzeitigen Besitzer des Landwirtschaftsbetriebs Vignalta, Lucio Gomiero und Graziano Cardin, haben mit der Leitung des Weinbaubereichs den Agronomen den kundigen betraut, während Kellermeister Michele Montecchio.
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